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29.09.2017
Oligoantigene Diät bei ADHS

ADHS kann für alle Beteiligten stressig werden. © TK

(hob) Kinder und Jugendliche, bei denen eine Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) diagnostiziert wurde, erhalten vielfach eine medikamentöse Behandlung. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts leiden rund 600.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland an ADHS. Ärzte behandeln die Krankheit häufig mit dem Wirkstoff "Methylphenidat", besser bekannt unter dem Handelsnamen Ritalin. Wissenschaftler des Universitätsklinikums Freiburg haben nun herausgefunden, dass bestimmte Diäten zu einer Linderung der Erkrankung beitragen können. Sie haben herausgefunden, dass die Vermeidung bestimmter Lebensmittel zu einem Abklingen der Symptome führen kann. ADHS wird durch eine neurobiologische Funktionsstörung im Gehirn ausgelöst. Nach Angaben der Wissenschaftler können verschiedene Stoffe in Nahrungsmitteln die Symptome noch verstärken. Mittels einer speziellen Diagnosediät könne herausgefunden werden, ob und welche Lebensmittel dazu beitragen. In den ersten vier Wochen wird bei der sogenannten oligoantigenen Diät alle Lebensmittel weggelassen, die ADHS fördern könnten. In der zwei- bis viermonatigen Wiedereinführungsphase werden diese Lebensmittel wieder in die Ernährung aufgenommen. So könne genau nachvollzogen werden, auf welches einzelne Lebensmittel reagiert wird. Die so identifizierten Lebensmittel sollten dann konsequent vom Speiseplan der Kinder und Jugendlichen gestrichen werden.

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